Kontaktlinsen Probleme machen den Augenärzten mehr Arbeit
Der Berufsverband der Augenärzte lobt die Vorzüge von Kontaktlinsen und wünscht sich mehr Beratung und regelmäßige Überprüfungen der Kontaktlinsen - Verträglichkeit. Einmal im Jahr zum Kontaktlinsen-Spezialisten, um frühzeitig Probleme mit Kontaktlinsen zu entdecken, sollte beim Kontaktlinsen-Träger am liebsten zur Pflicht werden.
Es gibt kaum eine Fehlsichtigkeit, die nicht komfortabel und bequem mit Hilfe der passenden Kontaktlinsen korrigiert werden kann und dabei zusätzlich auf die individuellen Gewohnheiten und Eigenheiten des Kontaktlinsen-Trägers eingeht. Ob torische Kontaktlinsen bei Astigmatismus (Hornhautverkrümmung), Hydrogel-Kontaktlinsen für trockene Augen oder bifokale Kontaktlinsen bei Altersfehlsichtigkeit. Natürliches Aussehen und Bewegungsfreiheit machen die Wahl zwischen Brille und Kontaktlinsen einfacher. Und die vorherigen Untersuchungen, die Anpassung und Auswahl der geeigneten Kontaktlinsen sind aufwändig und lukrativ.
Laut der Pressemeldung des BVA vom Monatsanfang, die auf http://www.augeninfo.de/ zu finden ist, sind dabei 58% der Augenprobleme durch Kontaktlinsen auf das Tragen weicher Kontaktlinsen zurückzuführen, auf niedrig sauerstoffdurchlässige 2 Wochen- oder Monatslinsen.
Und gejammert wird ein bisschen, weil es mit der richtigen Pflege und Handhabung der Kontaktlinsen hapert und die Zahl der Patienten in den Arztpraxen, deren Augenprobleme auf das überlange Tragen derselben Kontaklinsen zurückzuführen sind, steigt.
Wer viel feiert und des öfteren mit den dafür nicht geeigneten Kontaktlinsen einschläft, oder anderweitig die empfohlenen Tragezeiten der Kontaktlinsen zu sehr ausdehnt und dabei die Pflege und Reinigung vernachlässigt, riskiert Entzündungen. Besonders weiche Kontaktlinsen, die Tages- Wochen und Monatslinsen verleiten dazu, weil man sie meist gar nicht spürt und sie sich erst dann bemerkbar machen, wenn sich die Sauerstoffdurchlässigkeit und der Feuchtigkeitzustand im Auge durch Ablagerungen verschlechtert.
Und dann schimpfen die Augenärzte indirekt auf den Kontaktlinsen-Versandhandel, also die vielen Kontaktlinsen-Shops im Internet, die den Kontaktlinsen-Optikern in den Innenstädten die Folge-Bestellungen bei Kontaktlinsen und Kontaktlinsen-Pflegemitteln ihrer Kontaktlinsen Träger wegnehmen.
>Jeder vierte, der mit Kontaktlinsen-Problemen zu seinem Augenarzt kommt, kaufe seine Kontaktlinsen im Internet und der Trend zum Kontaktlinsenkauf in Online-Shops steige weiter.<
Ein Kontaktlinsen-Spezialist, der einen teuren Laden und Personal zur Beratung seiner Kunden beschäftigt, kommt heute kaum ohne einen Internet-Shop aus, in dem er günstig und unkompliziert die Nachversorgung mit Kontaktlinsen und Pflegemitteln für seine Kontaktlinsen-Kunden gewährleistet, will er diese für sich behalten.
Das macht ja auch Sinn, denn die Zeitersparnis und der scheinbare Wettbewerb, der im Preiskampf um die günstigsten Kontaktlinsen endet, nützen dem Kontaktlinsen-Kunden (und den Kontaktlinsen-Herstellern).
Aber dass der Online-Kauf seiner Kontaktlinsen zu Problemen führen soll?
Da ist dann auch der BVA mit seinem Untersuchungs-Latein am Ende und führt eine amerikanische Studie heran, die den Online-Käufern von Kontaktlinsen schlampige Kontaktlinsen-Pflege und Leichtsinn unterstellt.
>>Wer seine Kontaktlinsen über das Internet bezieht, neigt dazu, die Empfehlungen für die Handhabung zu vernachlässigen. Patienten, die Kontaktlinsen beim Augenarzt beziehen, sind sich des Stellenwerts dieser Empfehlungen dagegen bewusst und befolgen die Ratschläge konsequenter<<
??? Also wie der regelmäßige Ar..ritt , den Kinder brauchen, um ihr Zimmer aufzuräumen..
Wie wäre es mit einer fetten Warnung auf den Kontaktlinsen-Verpackungen und roten Warnhinweisen auf Beipackzetteln...?
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