Adwords Arbitrage und Adwords-Optimierung sorgen für gute Zahlen bei Google?
Von admin am Apr 15, 2008 | In News, Vermischtes, Adwords, Adsense | 2 Feedbacks »
Mit größter Spannung werden diese Woche die Quartalszahlen von Google erwartet.
Ob die von den Analysten erwarteten Schätzungen zu Googles Quartalsgewinn wirklich getroffen werden und ob da noch einer dran glaubt, ist nach den letzten Monaten und dem Hype um einen möglichen Google-Crash fraglich. Comscore und Co haben Google-Klicks mitgezählt und in ihren Veröffentlichungen für die Monate Jan-März auf quasi keinen Zuwachs (2-3%) im Vergleich zum Vorjahr hingewiesen, was viele auf die befürchtete Rezession und eine Sättigung des Online-Werbemarktes zurückführten.
So konnte man den global verunsicherten Google-Anleger noch mehr ängstigen und den Kurs der Google Aktie weiter ordentlich runterprügeln. Die leisen Signale von Google auf diese Veröffentlichungen verhallten und so wollte niemand die Meinung Googles hören, dass die temporär schwachen Klickzahlen aus dem Anzeigen-Geschäft auf die Optimierung am Google-Adwords-System zurückzuführen seien könnten. Google selbst hatte dieses im Januar angekündigt und bei der SEC quasi angemeldet. Hierbei sollen die mal eben so getätigten zufälligen Klicks auf Anzeigen, die meist aus der Not des Besuchers heraus resultieren, der auf langweiligen Seiten keinen anderen Ausweg sieht, durch Veränderungen beim klickbaren Bereich im Anzeigenlayout eingedämmt werden. Und damit sollen vor allem die Qualität der Klicks (und die Preise) aus dem Content-Netzwerk erhöht werden
Nachdem ich mir grob die Schätzungen und die Zahlen aus dem Vorjahr angeschaut habe, hatte ich das Gefühl, das man bei der Klickzahl auf Vorjahresniveau mit einer durchschnittlichen Preiserhöhung von 30% pro Klick rechnet. Nur 30% Preiserhöhung zum Vorjahr und kein Wachstum bei den gesamtKlicks?? Das erschien mir wenig, wenn man bedenkt, dass die permanente Optimierung des Adwords-Systems gerade vor einem Jahr und im weiteren Verlauf des Jahres ein paar wesentliche Veränderungen und Verbesserungen erfahren hat, die erst im 2ten und 3.Quartal wesentlich auf die Klickzahlen Einfluss hatten und einem kleinen Kahlschlag bei den Anzeigen-Klicks gleichen.
Und was hat sich denn in einem Jahr so bei Adwords verändert?
Bei den teuren umkämpften Keyword-Bereichen halte ich durchschnittliche 30% Preissteigerung für realistisch. Auf der einen Seite helfen zwar zunehmend professionelle Konto-Optimierungen durch Google selbst oder durch Adwords-Agenturen überhöhte Spitzenpreise für stark umworbene Keywords zu vermeiden, andererseits finden sich im Google Layout plötzlich nur noch 10 Anzeigen auf der ersten, der begehrtesten Suchergebnisseite, was den Preiskampf um die besten Adwords-Anzeigenpositionen zu Gunsten Googles verschärft.
Dann gab es die Einführung des IP-Filters und das Herausfiltern ungültiger Klicks
Nachdem es vor Einführung (ist ja eben noch gar nicht sooo lange her) Lieblingsbeschäftigung der bösen Mitbewerber war, die Budgets der anderen Adwords-Inserenten um die teuersten und besten Anzeigenpositionen herum weg zu klicken und die eigenen damit zu verbilligen, ist der IP-Filter bereits in seiner Hauptfunktion, mehrfache Klicks auf dieselben Anzeigen von nur einer Rechneradresse als nur einen zu bewerten und Klickbetrug zu identifizieren, hoch gelobt und von allen begrüßt.
Die Verschärfung der Bewertungskriterien zur Qualität der Zielseiten (Landing-Page-Quality)
Bei den preiswertesten Keywords, die die breite Masse der Suchenden repräsentiert, erscheint mir die gefühlte Preiserhöhung bei 100-500% zu liegen. 4ct. Klicks sind selten geworden nachdem der verschärfte Landing-Page-Faktor die Qualität der meisten Inserenten-Seiten herabstufte und die Mindest-Klickpreise drastisch erhöht hat. Wer dabei bleiben will, muss zahlen, entweder an den Landing-Page-Optimierer für die Gestaltung der Webseiten und Inhalte oder an Google für die Clicks.
Comscore gibt nur die US-Clicks an und was ist mit dem Rest der Welt?
Da gibt es doch hier in Europa noch das BPF-Programm, das größere Adwords-Agenturen mit attraktiven Rückvergütungen für Adwords-Budgets belohnt, die sie im Kundenauftrag über ihr Master-Konto betreuen. Da wird nach wie vor ordentlich Werbung gemacht und akquiriert. Immer mehr Verbände und Organisationen hierzulande, von der IHK bis zum Einzelhandelsverband weisen Ihre Mitglieder-Schäfchen darauf hin, das sie im Internet aktiv sein müssen und wer qualifizierte Besucher und potentielle Kunden gewinnen will, kommt an Google Adwords nicht vorbei. Das wird in EU-Land nicht viel anders sein.
Google Trends lässt grüßen.
Doch was am meisten beeindruckt..
Das Adwords-Adsense Arbitrage Geschäft wurde im Vorjahr eingedämmt
und das wirkte sich erst im 2. und 3. Quartal aus. Der Vergleich zum Vorjahr hinkt also sehr stark, wenn so viele billigere Clicks wegfallen..
Hat man dazu das nachfolgende Video von Google vor Augen dann lassen die aktuell kursierenden Zahlen zu Googles schwacher Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr erahnen, welchen Einfluss diese Maßnahme von Google auf die Gesamtzahl der bezahlten Clicks gehabt haben muss.
Die Page-Impressions von Made-for-Adsense Seiten wurden unvorstellbar nach oben getrieben und eine Eigenschaft beim Adwords Arbitrage Geschäft liegt ja gerade darin , dass aus einem Adwords-Click mindestens 2 gemacht werden, was problemlos ohne große Anstrengung als machbar erscheint.
Diese Weiterleiter dienen als eine Art Brücke zu noch mehr Anzeigen, denn wenn es keinen Mitbewerb bei dem eingegebenen Suchbegriff gibt und somit keine Anzeigen, dann muss man den Begriffsraum halt stark erweitern und verteuern, um auch aus diesem Besucher vielleicht noch einen zufriedenen Internet Käufer zu machen oder zumindest zum Anzeigen-Clicker. Clickthrough-Rates im Arbitragegeschäft von >70% sind keine Seltenheit und lassen das Volumen des Arbitrage-Geschäfts erahnen. Und so etwas ist heute nur noch Premium Partnern von Google gestattet, wie preisvergleich.de, auvito.de und ebay, die mit ihrer sinnüberschäumenden Nischenwerbung und den dazu passenden inhaltslosen Zielseiten jedes Keyword mit Adwords bewerben dürfen.
Adwords-Adsense Arbitrage funktionierte vor einem Jahr noch ungefähr so..
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2 Kommentare
http://www.comscore.com/blog/2008/04/reconciling_comscores_and_goog_1.html
Die Massnahmen zur Adwords-Optimierung, die meines Erachtens nach bis zur JahresMitte 2007 verstärkten Einfluss (besonders ausserhalb US) hatten, lässt für die kommenden 2-3 Monate auf ebenso gute Google Daten hoffen.
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